Samstag, 30. April 2016

Die Auswärtsmisere geht weiter

Oh Mann. Wieder kein Auswärtssieg. Wieder die bessere Mannschaft gewesen, die besseren Torchancen gehabt und den Sieg liegengelassen. Wieder nur ein Punkt, und das gegen eine Mannschaft, die uns sonst doch so gut gelegen hat. Es wird Zeit, mal wieder Trainer André Schubert in Frage zu stellen...

Spaß beiseite. Wie schrieb ich vergangene Woche: Erst Taten, dann Sprüche. Das hat geklappt. Deshalb haben wir heute gut lachen und können den Bayern-Fans in unserem Freundeskreis einen Spruch drücken. Denn Borussia hat dem Serienmeister erneut gezeigt, dass er nicht nur Stärken hat. Dank eines engagierten Auftritts, bis auf wenige Szenen sehr souveräner Abwehrarbeit und mit einigen Nadelstichen in die umformierte Bayern-Defensive und dem schönen Angriff zum 1:1 durch André Hahn gibt es nicht viel zu kritisieren. Der Punkt ist hochverdient, auch für einen Sieg hätte sich der VfL sicher nicht entschuldigen müssen.
Es war kein so rassiges, begeisterndes Spiel wie das 3:1 in Gladbach in der Hinrunde, es war eher ein höchst mittelmäßiges Bundesligaspiel, aber es zeigte die erstaunliche Reife, die die doch überwiegend noch jungen Fohlen manchmal auch (und vielleicht gerade) gegen Spitzenteams zeigen können.
Dass Trainer Guardiola die bayerische Rotationsmaschine in dem (lästigen) Pausenfüller zwischen den Champions-League-Halbfinals ein bisschen zu viel gedreht hatte, mögen die Münchner als Ausrede nehmen. Auch die Frage, warum der Spanier ausgerechnet die auch gegen Atletico sehr schwachen Coman und Bernat sowie später Thiago und Costa in der Mannschaft ließ und dazu weitere Totalausfälle wie Götze und Tasci reinrotierte, kann man stellen. Aber dass muss uns ja nicht kümmern. Denn der eine Punktgewinn, der dem FCB die Meisterfeier dahoam in der Arroganz-Arena versaute (das i-Tüpfelchen auf einem gelungenen Nachmittag) war der, der uns zur sicheren Europacup-Teilnahme noch fehlte.
Und da Hertha am Abend in Leverkusen verlor, ist zwar Platz drei endgültig weg, dafür führt Gladbach das Feld der Kandidaten für den CL-Qualifikationsplatz (Platz 4) an. Das bedeutet: Xhaka und Co haben es wieder selbst in der Hand, das Ticket zur Königsklasse zu lösen. Und wenn nicht, wird es eben die Euro-League. Das wichtigste Saisonziel ist damit erreicht und es entspricht dem, was der VfL über die gesamte Saison abgeliefert hat. Dass man über Bayern und Dortmund nicht reden muss, ist klar. Und Leverkusen war, wenn man ehrlich ist, eben auch den Tick besser, um zu Recht Platz drei zu sichern.

Doch wie kann es sein, dass wir als einziges Team den Meister-Bayern (dass sie das werden, bezweifelt ja niemand) erneut vier Punkte in einer Saison abnehmen konnten? Es hat etwas mit der richtigen Taktik zu tun. Weil das Gladbacher Trainerteam ja nicht wissen konnte, mit welcher Elf die Bayern auflaufen würden, musste es eine Aufstellung sein, die universell passte. Und die hat in jedem Fall mit "viel laufen" zu tun. Borussia war in der Defensive eng genug gestaffelt, um das Passspiel der Roten stören zu können. Hahn (erneut ein toller kämpferischer Auftritt mit 12,18 Kilometern Laufleistung), Hazard, Raffael, aber auch Dahoud (12,75 Kilometer) störten zudem oft früh und aggressiv, um die Ballverteilungsmaschine der Bayern gar nicht erst in Gang kommen zu lassen. Das führte in der Endabrechnung auch zu einem für die Bayern unterirdischen Ballbesitz von 56 Prozent. Durch das gute Pressing nötigte der VfL die Bayernabwehr immer wieder zum Rückpass auf Neuer oder zu häufig planlosen langen Bällen nach vorne. Die brachten zwar ab und an Gefahr, meist aber waren sie kein Problem für Elvedi, Nordtveit und den wieder in seiner abgeklärten Zweikampfführung überragenden Andreas Christensen.
Herausgespielte Torchancen der Gastgeber gab es so gut wie gar nicht. Es ist bezeichnend, dass der Führungstreffer aus einer Standardsituation fiel, die eigentlich gut zu verteidigen gewesen wäre, und bei der Yann Sommer Pech hatte, dass er von Benatias vergeblicher Grätsche noch entscheidend irritiert wurde und Müllers Kopfball so nicht um den Pfosten lenken konnte. Danach aber kamen die Bayern kaum noch zum Abschluss - es war insgesamt wohl einer der schwächsten Auftritte des kommenden Meisters in den vergangenen Jahren. Das hatte nicht nur mit Gladbach zu tun, aber dem VfL gebührt doch ein ganzes Stück des Ruhms. Verglichen mit den letzten Duellen zwischen Borussia und den Münchnern hatte Borussia diesmal nämlich auch keine Phase, wo man durch den Angriffswirbel des Gegners von einer Verlegenheit in die nächste stolperte. Kurz gesagt: Gladbach hatte die Bayern gut im Griff - und das auswärts im roten Gummiboot in der Fröttmaninger Heide. Herrlich - da kann man auch mal verzeihen, dass die "Auswärtsdeppen" wieder keine drei Punkte aus der Fremde mitbrachten.   

Bundesliga 2015/16, 32. Spieltag: Bayern München - Borussia Mönchengladbach 1:1 (30.4.16)
(Tor für Borussia: 1:1 Hahn) 

Montag, 25. April 2016

Erst Taten, dann Sprüche

Als hätte es Ingolstadt und Hannover nicht gegeben - das Spiel gegen die TSG Hoppenheim knüpfte nahtlos an die hervorragenden Heimspiele des VfL in der Rückrunde an. Am Ende stand daher auch ein hochverdienter, eigentlich um ein bis zwei Tore zu niedrig ausgefallener 3:1-Sieg. Trotzdem habe ich etwas Bammel vor dieser Woche. Nicht weil als nächstes wieder ein Auswärtsspiel ansteht, dazu noch bei den Überbayern, die mit einem Sieg im eigenen Stadion Deutscher Meister werden können. Sondern vor dem, was sich rund um den Borussia Park und in den Zeitungen und Fanforen abspielen könnte: Ein Sieg bei den Bayern, so klang es schon im Stadion an, scheint gefühlt im Bereich des Wahrscheinlichen zu sein. Vor kurzem war es noch Teil des Auswärtsdeppen-Zynismus nach dem Motto: Wahrscheinlich feiern wir den einzigen Auswärtssieg in der Rückrunde ausgerechnet bei den Bayerrn...
Am Ende des souveränen Heimauftritts gestern kündeten die berühmten Lederhosen-Gesänge jedenfalls schon ein wenig von dem Übermut, der sich angesichts der Klasseleistungen in den Heimspielen breit machen könnte. Bitte nicht überdrehen: Nichts wäre schlimmer, als wenn jetzt auch noch Granit Xhaka, André Hahn und Co. dies mit markigen Sprüchen und Kampfansagen in der Boulevardpresse befeuern würden. Denn das geht meistens schief, wie wir aus vielen leidvollen Erfahrungen wissen. Zum Beispiel nach den Lobgesängen im Anschluss an das 5:0 gegen Berlin, denen zwei armselige Auftritte gegen sogenannte Underdogs folgten. Und es geht auch bei anderen schief, wie man es zuletzt bei Herthas Trainer Dardai vor dem Gladbach-Spiel und dem Pokal-Halbfinale gegen Dortmund miterleben konnte.
Die zuletzt etwas aus der Spur gekommene Hertha bringt mich auch zu dem, worum es eigentlich in den letzten Wochen dieser Saison geht: Das Machbare ins Visier zu nehmen. Es geht gar nicht darum, die Bayern unbedingt besiegen zu müssen. Die Wahrscheinlichkeit, das zweimal in der Saison zu schaffen, ist äußerst gering. Es ist natürlich vom Fanherz intensiv wünschenswert und in der Freisetzung von Genugtuungsgefühlen und Glückshormonen kaum zu übertreffen. Deshalb wünsche ich es mir insgeheim natürlich auch. Doch außer Mainz und Borussia hat kein anderer der Europcup-Anwärter gegen die Münchner gewonnen. Es wirft uns also im Vergleich punktemäßig nicht weiter zurück, wenn es nicht klappt. Zumal selbst im schlechtesten Fall der siebte Platz kaum noch in Gefahr ist. Da die Konkurrenz jetzt trotz der eigenen Aussetzer an zwei Spieltagen alles dafür getan hat, dass auch Borussia noch alle Chancen auf Platz vier hat, bleibt auch bei einer Niederlage in München an den letzten beiden Spieltagen eine CL-Quali-Position erreichbar. Dafür müssen allerdings die Spiele gegen Leverkusen und zum Schluss in Darmstadt gewonnen werden. Beides ist machbar: Wenn es nicht gelingt, hat Borussia, das muss man ehrlich sagen, auch nicht mehr verdient.

Wie das gehen könnte, zeigte die Schubert-Elf gestern Nachmittag über weite Strecken der Partie eindrucksvoll. Eine lauffreudige, aggressive Mannschaft, eine hervorragende Zweikampfführung mit vielen Ballgewinnen, schnelle Kombinationen, kluge Verlagerungen und sicheres Passspiel, nur wieder im Abschluss etwas fahrig - aber insgesamt ein toller Auftritt, der die Gäste schon im Ansatz nahezu aus ihrem gewohnten Spiel nahm. Allerdings, und das darf man nicht einfach zur Seite schieben, hatte Hoffenheim eine gute Handvoll sehr klare Chancen, die vor allem von Yann Sommer klasse pariert wurden. Das Ärgerliche daran war, dass es in diesen Situationen wieder viel zu leicht war, die Borussen-Abwehr zu überspielen und mit simplen Flanken in die Mitte für Gefahr zu sorgen. Gegen die Bayern, Leverkusen, aber auch die ausgefuchsten Darmstädter Stürmer könnte das ins Auge gehen. Es wird also in München und gegen Leverkusen auf die Konzentration von Nico Elvedi und Havard Nordtveit ankommen (Christensen zeigte gestern wieder, dass ihn offenbar nichts aus der Ruhe bringen kann). Es wird darauf ankommen, dass Xhaka und Dahoud einfachen Fußball spielen (was sie zuletzt manchmal etwas vergaßen). Und es wird darauf ankommen, dass das Offensivteam es schafft, die Gegner, vor allem gegen die Bayern, so zu bearbeiten und beschäftigen, dass ihnen das erdrückende Spiel in der gegnerischen Hälfte nicht zu leicht gemacht wird. Ganz verhindern wird man es nicht können. Allerdings haben gerade Hazard, Traoré und Hahn gestern gezeigt, wie stark sie nach vorne, aber auch nach hinten arbeiten können. Denn auch wenn Hoffenheim im Tabellenkeller steht, spielerisch sind sie längst nicht so schlecht wie der Tabellenplatz.  


Dass der Sieg gegen Hoffenheim verdient war, daran hatte keiner Zweifel, deshalb verzichteten die Gäste auch mit Ausnahme des persönlich betroffenen Torwarts Baumann anständigerweise darauf, bei den Schiedsrichterentscheidungen vor den Gladbacher Toren nachzukarten. Ich bin ja auch oft kritisch, was die Schiedsrichterleistungen angeht, und Robert Hartmann war sicher am Sonntag kein perfekter Schiedsrichter für die Gäste. Ich will deshalb einige Worte dazu verlieren, weil ich es unmöglich fand, wie hier die Arbeit des Schiri-Gespanns in Einzelbildern seziert und dann auch noch teilweise falsch bewertet wurde. Es müsste langsam mal die Vernunft in solche Diskussionen einziehen und davon abgekommen werden, Zentimeterentscheidungen zu kritisieren, die in Echtzeit gefällt werden müssen, während man am Fernseher in Super-Slowmotion die Bilder hin- und herspulen und virtuelle Linien einblenden kann.Das hat ja auch oft mit dem Sinn der Fußballregeln auch nichts mehr zu tun.
Da wird dann von "Experten" vor dem 1:0 der Fuß von Oscar Wendt als abseits gewertet, mit einer Kameraposition, die von der Tribüne, also von oben auf die Szenerie blickt. Der Schiedsrichterassistent steht auf Augenhöhe mit den Spielern, zudem wurde ihm durch den bei diesem Zuspiel im straflosen Abseits stehenden Hahn die Sicht auf Wendt genommen. Selbst wenn er diesen beim Abspiel gesehen haben sollte, soll er auf diese Entfernung einen wenige Zentimeter vor den Abwehrspielern befindlichen Fuß bewerten. Das ist lächerlich.
Vor dem 2:0 durch Dahouds Abstauber steht Traoré schon früh klar im Abseits, als der Ball im Zweikampf zwischen Hahn und einem Hoffenheimer in seine Richtung abprallt. Eine Situation, die kein Assistent in der Bundesliga übersehen sollte. Mit meinen Regelkenntnissen finde ich auch keinen Grund, warum dieser Angriff nicht da schon hätte unterbunden werden sollen, also in der Tat eine Fehlentscheidung. Im weiteren Verlauf führt der Angriff zum wichtigen zweiten Tor und zu der heiß diskutierten Frage, ob Hahn den Ball Baumann aus den Händen getreten hat oder ob der Ball als frei spielbar gelten kann. Auch nach dem mehrmaligen Anschauen in Superzeitlupe gibt es für mich keine eindeutige Entscheidung für Foul oder nicht Foul, ganz abgesehen von der Realgeschwindigkeit, in der der Referee entscheiden muss.
Ich denke, dass Hahns Einsatz noch im Rahmen war, aber man hätte sich auch nicht beschweren müssen, wenn der Schiedsrichter abgepfiffen hätte. Dennoch wird dem Schiedsrichtergespann hier von vielen Sportjournalisten und Fans eine Fehlentscheidung angekreidet. Das finde ich unsäglich. Und man darf nie vergessen (auch bei Szenen, die gegen uns gepfiffen werden und wurden): Es gehen immer Fehler der Spieler voraus, die zu Toren führen. Beim 2:0 von Dahoud waren es gleich mehrere Fehler in der TSG-Abwehr, die Raffael in Schussposition brachten, und auch Baumann hätte den Ball möglicherweise besser parieren können. Angekreidet wird es dann aber lieber dem Schiedsrichter. Auch beim 3:1 werden dann plötzlich die Standbilder herangezogen, um eine Abseitsposition von Hahn herbeizureden. Dabei war das der Klassiker und nahezu der Idealfall eines perfekten Passspiels aus der eigenen Hälfte. Es ist deutlich zu sehen, dass André Hahn mit seinem Fuß auf der Mittellinie steht, als der Pass auf die Reise geht - eindeutig kein Abseits, denn die Linie zählt zur eigenen Hälfte. Hätte aber gut zu der Geschichte gepasst, dass der Favorit drei vermeintlich irreguläre Treffer gegen den Abstiegskandidaten erzielt hat. TSG-Trainer Nagelsmann ließ sich darauf anständigerweise nicht ein. Natürlich monierte er die Szenen, aber ergänzte sogleich, dass Gladbach dann in einigen anderen Szenen wohl seine Tore gemacht hätte.

Bundesliga 2015/16, 31. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - TSG Hoffenheim 3:1 (24.4.16)
(Tore für Borussia: 1:0 Eigentor (Toljan), 2:0 Dahoud, 3:1 Hahn)

Freitag, 15. April 2016

Blamiert

Wer den Sieg in einem Bundesligaspiel  mehr "will", wer mehr läuft und kämpft, gewinnt nicht immer, aber doch meistens. So war es auch am Freitagabend in Hannover. Und Borussias Spieler stehen einmal mehr als Auswärtsdeppen da. Ganz überraschend kommt das nicht, nur wenige Tage nach dem unbefriedigenden Gekicke in Ingolstadt.
Dennoch ging es in dieser Woche selten um den fehlenden Plan B im Spiel, der den VfL doch so auffällig an den Audistädtern hatte abprallen und scheitern lassen. Stattdessen "versprach" der wiedergenesene Raffael den Fans die Champions-League-Qualifikation und Lars Stindl überlegte schon öffentlich, wie er bei einem Torerfolg gegen seinen Ex-Club zu jubeln gedachte. Es ging ja nur gegen den abgeschlagenen und somit halbabgestiegenen Tabellenletzten. Wenn man Sprüche macht, dann muss man sich aber auch ziemlich sicher sein, dass man am Tag der Wahrheit auch ein gutes Spiel zeigt. Sonst blamiert man sich bis auf die Knochen. Und das war das, was Borussias Spieler in der Hannoverschen Arena heute getan haben.

Es gibt nichts schönzureden, es helfen keine Entschuldigungen, keine Ausreden, auch nicht das Lamentieren über das wiederholte Pech durch den im Weg stehenden Schiedsrichter oder unglücklich zum Gegner abgefälschte Bälle in den entscheidenden Gegentor-Szenen.
Das heute war vielleicht sogar das schwächste Saisonspiel des VfL, die Niederlage ohne Frage hochverdient. Erklärungen gibt es dafür, dass der Borussenmotor jetzt schon im zweiten Spiel hintereinander ins Stottern geriet, dennoch. Mut machen diese allerdings auch nicht. Eine Erklärung hängt mit den Personalien zusammen. Da Granit Xhaka gesperrt war und sich Tony Jantschke erneut verletzte, musst André Schubert anders aufstellen als er es sonst vielleicht getan hätte. Nach Jantschkes Ausfall setzte er auf Martin Stranzl und nicht auf Martin Hinteregger, folglich musste er Nordtveit in der Innenverteidigung lassen, anstatt ihn - wie eigentlich zu erwarten - neben Dahoud  auf die Sechserposition vorzuziehen. Warum? Weil die Rechtsfüße Stranzl und Christensen kein harmonisches Duo bilden. Beide fremdeln mit der linken Innenverteidigerposition.

Leider war das im doppelten Sinn eine falsche Entscheidung. Christensen lief nicht nur deutlich weniger als es Xhaka tut, er bot sich auch nicht so gut an wie der Schweizer und ließ sich auch nur selten zurückfallen, um den von Hannovers Stürmern früh angegriffenen Abwehrspielern als sichere Anspiel- und Aufbaustation dienen zu können. Er spielte kaum brauchbare Pässe im Spiel nach vorn, verlor dafür im Mittelfeld ungewohnt viele Zweikämpfe, darunter auch zwei entscheidende vor dem 0:1. Routinier Havard Nordtveit wiederum zeigte auf der von ihm gewünschten Lieblingsposition einmal mehr, dass er dort kein Spitzenspieler und auch kein Leader ist. Zusammen mit der Tatsache, dass Mo Dahoud wie schon in Ingolstadt schwächelte, dass Fabian Johnson seiner Bestform ebenso hinterherläuft wie der offensiv wirkungslose Oscar Wendt und Thorgan Hazard sich in Zweikämpfen aufrieb statt spielerische Akzente zu setzen, sind das keine guten Aussichten für die noch ausstehenden Partien.
Enttäuschend zudem, dass es bei Rückstand offenbar derzeit keinen gibt, der das Team mitreißen kann und wieder in die Spur bringt. Zwar brachten die Einwechslungen von Traoré und Herrmann nochmal etwas Bewegung ins zähe Angriffspiel, indem die zentralen Ballverteiler Stindl und Raffael fast über die gesamte Spielzeit effektiv aus dem Spiel genommen waren. Doch auch danach kamen die Borussen nicht darauf, dass sie konsequent die Flügel hätten bespielen müssen, wenn ihnen in der Mitte der Raum genommen wird. Hazard und Johnson zogen wie später Traoré  und Herrmann immer wieder zu früh nach innen. Auch die Außen Wendt und Elvedi, später auch Johnson als rechter Verteidiger, stießen eigentlich nie in die freien Räume an den Seitenlinien vor - ein deutlicher Unterschied zu anderen, erfolgreicheren Phasen in dieser Saison.

Alles in allem hat mir bei Raffael und Co. heute auch zum ersten Mal der absolute Siegeswille gefehlt. Der kontrolliert-zurückhaltende, man kann auch sagen träge bis biedere Auftritt in der ersten Halbzeit war wie ein Aufputschmittel für die 96er, die ja ohne großen Druck aufspielen konnten. Wenn ich aber ernsthaft um europäische Startplätze mitspielen will, muss ich beim Tabellenletzten von Anfang an mit viel mehr Power und Ernst ins Spiel gehen, Druck aufbauen und die keineswegs sichere Mannschaft zu Fehlern zwingen. Ich muss mir Respekt verschaffen und mit guter Zweikampfführung und dem konsequenten Gewinnen von "zweiten Bällen" beim Gegner für Panik vor der nächsten Angriffswelle sorgen. Nichts davon war für mich heute zu erkennen, und das ist in der Bundesliga für alles zu wenig.
Von der Champions League redet hoffentlich jetzt endgültig keiner mehr, denn es wird schwer genug, mit Spielen gegen Hoffenheim und Leverkusen sowie in München und Darmstadt auch nur die Euro-League-Quali zu erreichen - es sei denn, die anderen Teams stellen sich noch dämlicher an als Borussia. Doch damit ist kaum zu rechnen.

Bundesliga 2015/16, 30. Spieltag: Hannover 96 - Borussia Mönchengladbach 2:0 (15.4.16)

Samstag, 9. April 2016

Eingewickelt

Was für ein ernüchternder Nachmittag, und das fast mit Ansage. Nach dem 5:0 gegen Hertha ging es die Woche über natürlich wieder fast nur noch um Platz drei und die Champions League. Und am Samstag zeigt uns der biedere, aber geschickte Aufsteiger die gewohnten Auswärtsgrenzen auf. Wieder eine Chance verpasst, die lauernde Konkurrenz auf Abstand zu halten. Herzlich willkommen zurück auf dem Boden der Tatsachen.

Null Punkte gab es auch diesmal in der Fremde, daran ist man ja schon fast gewöhnt. Doch dieses Spiel war anders. Es ist schon eine Weile her, dass man sagen musste: Gladbach hat ein Auswärtsspiel verdient verloren. Doch heute war es soweit. Der VfL fand zu keinem Zeitpunkt zu seinem (Kombinations-)Spiel, es gelang nur ganz selten, aus der eigenen Abwehr mal einen schnellen Angriff über zwei, drei Stationen zu starten, geschweige denn überhaupt vernünftig aus der eigenen Abwehr herauszuspielen. Meist blieben schon die ersten Pässe noch in der eigenen Hälfte im Ingolstädter Pressing-Treibsand stecken. Und wenn man gegen die unangenehmen Gastgeber doch mal in eine gute Position kam, war alles insgesamt zu langsam, zu kompliziert, die Pässe fehlerhaft. Das Borussen-Mittel der Qual waren, da die Ingolstädter Zähigkeit in den Zweikämpfen ein Tiki-Taka erfolgreich verhinderte, oft nach vorne gedroschene Bälle. Die kamen häufig auch noch von Yann Sommer, der in Gladbach leider bisher nicht sonderlich als Spielgestalter aufgefallen ist.
Der eigenen Stärken, des passsicheren, leichtfüßigen Kombinationsfußballs beraubt, besann man sich alternativ also zunehmend auf Urzeitfußball - Schlag nach vorn und hinterher. Das wiederum war nicht geeignet, den Ingolstädter Verteidigern Sorgenfalten auf die Stirn zu tackern, weil sie gegen Stindl, Hazard und Hahn ohne Mühe fast jeden Ball abräumten. Borussia fehlten ohne Raffael und mit dem zwar laufstarken, aber wenig kombinationsfreudigen André Hahn die Mittel, die enge Defensivstaffelung der Gastgeber zu knacken. Erst nach Herrmanns später Einwechslung gab es etwas mehr Bewegung und die späte Chance zum Ausgleich.

Ok, es gab auch früher schon zwei, drei gute Tormöglichkeiten, doch die Chancen der Ingolstädter waren häufiger und besser. Das Konzept von Schanzer-Trainer Hasenhüttl ging also auf: Genau da wollten sie die Gladbacher haben, das gelang ihnen zum zweiten Mal in dieser Saison und diesmal auch mit weniger Theater, Provokation und Tret-/Kratz-/Beißkunst.
Man muss natürlich respektieren, wie eine kaum verstärkte Zweitligamannschaft so früh den Klassenerhalt in der Bundesliga perfekt macht und dass sie mit Einsatz vieles wettmachen kann, was ihr spielerisch zu anderen Teams fehlt. Doch gratulieren will ich Ingolstadt dazu nicht, denn ich möchte diesen zu Zweikampf-Kleinholz gehackten Fußball nicht sehen, er macht einfach keinen Spaß. Da argumentiere ich vielleicht etwas von oben herab, aber ich mag saubere, auch knackige Zweikämpfe und ansehnlichen Fußball lieber.
Ich kann auch nicht verstehen, warum dies von Schiedsrichtern auch noch durch eine besonders laxe Art, das Spiel zu leiten, unterstützt wird. Es war im Hinspiel ein Witz, dass Xhaka vom Platz flog und Ingolstadt das Spiel zu elft beendete. Und es war heute eine Ungerechtigkeit, dass Xhaka eine (gerechtfertigte) gelbe Karte sah, der Ingolstädter Roger dagegen trotz dreier gelbwürdiger Fouls in der ersten Hälfte das Spiel ohne Verwarnung verließ. Sicher, das war heute nicht spielentscheidend, auch wenn durch die frühe Auswechslung Xhakas in der restlichen Spielzeit vielleicht eine Portion "dagegenhalten" fehlte. Dennoch benachteiligt ein Schiedsrichter, der eine mit harten Zweikämpfen, aber auch vielen versteckten Fouls von hinten, von Festhalten und Schubsen geprägte Partie großzügig weiterlaufen lässt, grundsätzlich die technisch bessere Mannschaft.

Der "Auswärtsfluch" bleibt also bestehen. Und wenn man sich die Saison so ansieht, wäre es auch nicht angemessen, mit dieser erbärmlichen Bilanz auf fremden Plätzen auf einem Champions-League-Platz stehen zu wollen. Doch die Schwächen der anderen machten es möglich, wenn man sich nicht immer wieder selbst im Weg stünde. Heute wäre Borussia eigentlich dran gewesen, auch mal ein Grotten-Spiel durch irgendein Gurkentor zu gewinnen. Doch nicht einmal darauf kann man sich verlassen. Selbst den einen Punkt, dem sich die zusehends verzweifelteren VfL-Spieler schon Mitte der zweiten Halbzeit sichtlich entgegen sehnten, war nicht vergönnt.
Bleibt die Frage: Hat der Trainer einen Anteil an dieser Niederlage? Es ist zumindest zu fragen, welcher Plan für das Spiel eigentlich bestand. Letztlich spielte der Gegner genauso wie im Hinspiel, darauf musste man sich einstellen können. Dass Ingolstadt dennoch das Gladbacher Spiel ein weiteres Mal so effektiv torpedieren konnte, und nach Spielanteilen und Chancen dabei sogar noch eine bessere Figur machte als im Hinspiel, überrascht mich schon.
Dahoud und auch die Flügelspieler wurden fast völlig ihrer Wirkung beraubt, Xhaka letztlich erneut aus dem Spiel genommen. Dass man den Schweizer vor einem erneuten Platzverweis schützen wollte, der aus meiner Sicht aber nicht unbedingt absehbar war: ok. Dass man Dahoud früh rausnahm, vielleicht um nicht auch noch dessen 5. gelbe Karte und somit die Sperre beider Sechser für das Spiel gegen Hannover zu riskieren: auch ok. Doch ein Plan B gegen das allseits bekannte Ingolstädter Spiel war zu keinem Zeitpunkt erkennbar. Mal ein langer Ball nach vorn, um wie bei Hahns Großchance die Abwehr zu überspielen, das leuchtet ein. Gegenhalten und sich auf eigene gewachsene Stärken besinnen, das Selbstvertrauen nutzen, alles gut und schön. Aber das kann ja nicht alles gewesen sein.
Es war irgendwie wie beim Schnick-Schnack-Schnuck (Schere - Stein - Papier): Der Stein ist ein treffliches Werkzeug, doch heute wurde er vom Ingolstädter Papier eingewickelt und entschärft. Die Schere, die das Papier zerschneiden würde, hatte Borussia heute nicht dabei. Wenn man die Chance nutzen will, nächste Saison europäisch antreten zu können, muss taktisch mehr kommen - je nach Notwendigkeit Stein, Schere oder Papier. Und man muss auch schwierige Spiele nicht schön, aber erfolgreich über die Bühne bringen können. Gerade gegen Gegner, die einem die nötigen Räume zum leichten Kombinieren nicht lassen.

Bundesliga 2015/16, 29. Spieltag: FC Ingolstadt - Borussia Mönchengladbach 1:0 (9.4.16)

Montag, 4. April 2016

Drei Punkte mit Schleifchen

So schnell kann es gehen: Vor zwei Wochen waren die Borussen noch die "Deppen", weil sie sich ein Slapstickeigentor zurechtklickerten und sich trotz hoher Überlegenheit und vielen Top-Torchancen auf Schalke wieder nicht mit einem Auswärtssieg belohnen konnten. Nun, gegen die Überraschungsmannschaft aus Berlin gelang der Schubert-Elf ein souverän herausgespielter Sieg, der mit 5:0 so hoch ausfiel wie schon sehr lange nicht mehr. Dabei fand ich, bei aller Begeisterung für das ansprechende und mit zunehmender Spielzeit immer leichtfüßiger vorgetragene Spiel, die schönen Tore und die clevere Chancenverwertung,dass die Schubert-Elf gegen Schalke noch deutlich besser war als am Sonntag gegen die Berliner. Doch das nackte Ergebnis am Ende verleitet die Fußball-"Experten" in den Redaktionen landauf, landab natürlich dazu, Borussia gleich wieder zum ersten Champions-League-Anwärter zu stempeln. Dabei hat doch gerade diese Saison gezeigt, dass es so einfach nicht ist.

Allem Begleitschmuck und den Festtagsschleifen des Spiels zum Trotz - fünf Tore auch ohne Raffael, Comeback-Tor von André Hahn, erfolgreiche Abschlüsse von Thorgan Hazard, die "eingewechselten" Tore von Herrmann und Traoré und das Comeback von "Fußballgott" Jantschke: Nüchtern betrachtet war dieser Sieg nicht mehr als ein notwendiger Schritt, um überhaupt im Rennen um das europäische Geschäft auf der Höhe zu bleiben. Platz vier (Champons-League-Quali) und Platz sieben (mit etwas DFB-Pokal-Glück noch Quali zur Euro-League) trennen auch jetzt nur ein Punkt. Der Achte Wolfsburg ist zwar nach diesem Spieltag etwas distanziert, aber noch nicht ganz abgeschüttelt. Vor allem bei einem anspruchsvollen Restprogramm unter anderem mit Spielen gegen Bayern, Bayer Leverkusen und die unangenehmen Teams aus Ingolstadt und Darmstadt ist noch viel möglich - positiv wie negativ. Deshalb: Nicht Platz drei war es, worum es gegen Hertha vordergründig ging, sondern um simples Schritt halten mit der Euro-League-Konkurrenz.

Das gelang, weil der VfL seit Wochen in einer bestechenden Form spielt und sich nicht mehr so leicht aus der Ruhe bringen lässt wie zu Beginn des Jahres. Die Heimbilanz ist in der Rückrunde fantastisch, nach dem 1:3 zum Auftakt gegen Dortmund gab es fünf hochverdiente Siege im Borussia Park, mit einer Tordifferenz von 18:1. Dass Borussia dennoch (noch) nicht auf Champions-League-Kurs steuert, liegt bekanntermaßen an der Auswärtsschwäche. Nur elf Punkte wurden aus der Fremde mitgebracht, nur einer ist es in der Rückrunde. Da hilft es nicht, dass die Spiele in Wolfsburg und auf Schalke unverdient, in Mainz und Hamburg zumindest unglücklich verloren wurden. Die Punkte sind weg.
Immerhin ist aber die Gegentorflut nun seit einigen Wochen eingedämmt. 34:30 Tore hieß es am Ende der Hinrunde (noch mit dem Ballast der 2:12 Tore aus den ersten fünf Spielen). In den ersten vier Spielen der Rückrunde lief es mit 8:8 Toren nicht wirklich besser. Seitdem aber gab es in sieben Spielen nur noch sechs Gegentore bei 17 erzielten Treffern. Macht unter dem Strich eine Tordifferenzverbesserung um 11 seit der Winterpause. 44 Gegentore bedeutet zwar immer noch höchstens Mittelmaß in der Liga, mit 59 geschossenen Toren steht Gladbach den beiden Topteams Dortmund (67) und Bayern (66) in dieser Hinsicht zumindest aber kaum noch nach.

Der Knackpunkt: Die Punkteausbeute hält damit nicht Schritt. 29 Punkte waren es unter Schubert in der Hinrunde, 16 sind es bislang in der Rückrunde. Von den noch 18 zu vergebenden Punkten müsste Borussia also 13 holen, um die Hinrundenbilanz zu wiederholen.

Dass das nicht utopisch ist, hat die Art und Weise der vergangenen fünf Spiele gezeigt. Und auf das daraus resultierende Selbstvertrauen baue ich auch am kommenden Samstag, wenn in Ingolstadt der Auswärtsfluch endlich gebrochen werden wird, soll und muss. Dafür spricht, dass der Gegner im Vergleich zum unseligen Treter-, Kratzer- und Palaver-Auftritt in der Hinrunde offenbar auch dazugelernt hat und sich inzwischen etwas mehr auf die eigenen fußballerischen Stärken besinnt als nur die des Gegners zu malträtieren. Das käme Borussias Spiel entgegen. Eine Ausrede gibt es für die Borussen aber auch sonst nicht, denn jeder beim VfL weiß, was ihn gegen die Audistädter erwartet, zumal sich Xhaka und Co. ja nach dem Spiel öffentlich über die Spielweise der Schanzer beklagt hatten, was nahezu einer Einladung gleichkommt, die Gladbacher Spieler am Samstag erneut auf diese Weise zu provozieren. 


Bundesliga 2015/16, 28. Spieltag: Borussia Mönchengladbach - Hertha BSC Berlin 5:0 (3.4.16)
(Tore für Borussia: 1:0 Hazard, 2:0 Hahn, 3:0 Herrmann, 4:0 Hazard, 5:0 Traoré)

Sonntag, 3. April 2016

Weichenstellungen II: Wer könnte kommen?

Was ich im zweiten Teil meines frühen Ausblicks auf die kommende Saison schreibe, insbesondere wenn ich Namen von Spielern nenne, ist reine Spekulation meinerseits. Ich versuche, mir mit der Beobachtung der bisherigen Transferpolitik Borussias, der Vertragssituation und dem Marktwert von Spielern sowie den Bedingungen in anderen Vereinen mögliche interessante Verstärkungen für den VfL zu erschließen. Deshalb zur Klarstellung noch mal deutlich und in Fettdruck: Ich verfüge über keinerlei Insiderinformationen. Ob ein hier genannter Spieler für Borussias Planungen wirklich eine Rolle spielen könnte, weiß ich nicht. Das gilt auch für die Frage, ob ein Spieler von seinen Vertragsinhalten "wechselfähig" oder gewillt wäre, zu Borussia zu wechseln. Ich begründe meine Ideen, aber ich schaue nur von außen auf das Profigeschäft. Deshalb nehme ich auch nicht für mich in Anspruch, dass meine Vorschläge zutreffend sind. Diskutieren, gut oder daneben finden darf man sie natürlich gern.   

So, nach der notwendigen Vorrede geht's los: Ein wahrscheinlich nötiger Xhaka-Ersatz, ein bis zwei (zentrale) Stürmer, möglicherweise ein weiterer vielseitiger Abwehrspieler - das sind die Baustellen, die ich bei aller Ungewissheit um die bevorstehende europäische Transferschlacht im Moment für die neue Saison bei Borussia sehe. Tobias Strobl (Hoffenheim) steht als Ersatz für Havard Nordtveit bereits fest, Martin Stranzls Kaderplatz (Karriereende) sehe ich schon mit Martin Hinteregger gefüllt, da ich davon ausgehe, dass Borussia die Kaufoption ziehen wird. Dass diese Option nicht gezogen wird, glaube ich nur für den Fall, dass Eberl stattdessen einen international erfahrenen "Hochkaräter" für die Innenverteidigung an Land ziehen kann. Den sehe ich derzeit aber nicht.

Doch wer wäre geeignet, nicht nur entstehende Baustellen im Borussen-Kader aufzuwiegen, sondern vielleicht den VfL zugleich noch einen Tick stärker zu machen? Das Verstärken ist wohl allein schon deshalb bitter nötig, weil auch die anderen Teams weiter aufrüsten werden. Ich werde ein paar Namen in den Ring werfen, die ich für geeignet halte und die sich mit der Transferphilosophie von Borussia vertragen würden.

Einen gleichwertigen Ersatz bei einem möglichen Xhaka-Abgang innerhalb der Bundesliga zu finden, wäre auf jeden Fall schwierig. International wird es angesichts der kursierenden Geldmengen noch schwerer. Einen Geis von Schalke wird man kaum bekommen, auch Leverkusen wird Kramer nicht zurückschicken. Eigentlich sehe ich nur vier Bundesligaspieler, die annähernd geeignet und als Transfer auch realistisch wären, den defensiven Part des Sechsers kombiniert mit guten Passqualitäten nach vorn à la Xhaka neben dem kreativeren Dahoud einnehmen zu können: Salif Sané aus Hannover, Sebastian Rode von den Bayern, Pierre-Emile Höjbjerg, der von Bayern an Schalke ausgeleihen ist oder Vladimir Darida von Hertha BSC. Letzterer wird aber nach diesem guten Jahr in Berlin wenig Lust auf einen Wechsel verspüren. Ob der auch eher offensive Rode die Abräumerrolle vor der Abwehr spielen könnte, müsste sich auch erst zeigen, genauso wie die Frage, ob Höjbjerg den Schritt vom Talent zum Stammspieler schaffen kann. Bei Schalke kam er bisher jedenfalls auch nicht so recht in Tritt.

Zu Sané komme ich später noch.

Aus dem Fohlenstall

Beginnen will ich nämlich eigentlich mit der eigenen Jugend der Borussia. Marlon Ritter hat seinen Profivertrag ja bereits und stellt in der U23 seine Torgefährlichkeit Woche für Woche unter Beweis. Doch reicht es auch für ganz oben? Und wer könnte der nächste Aufsteiger aus dem Fohlenstall sein, der sich nach Mo Dahoud bei den Profis durchsetzt? Als erstes fällt mir da Ba-Muaka Simakala ein, ein U19-Stürmer, der mich schon in Spielen der Uefa Youth League beeindruckt hat. Beim Santander-Cup am Wochenende traf er dreimal, ebenfalls gegen internationale Gegner. Er ist Vertreter des modernen variablen (Halb-)Stürmertyps und passte somit optimal als Backup zu Raffael, Stindl oder Hazard.
In der Abwehr konnten unter anderem die U23-Spieler Steffen Nkansah und Mandela Egbo, im Mittelfeld Tsiy William Ndenge (U19), Djibril Sow, Joshua Holtby und Bilal Sezer bei Testspielen oder im Trainingslager schon mal ein bisschen Profiluft schnuppern, ebenso Stümer Nils Rütten, der gegen Bielefeld sogar ein Tor erzielte. Wer von ihnen aber wirklich eine Chance hat, in der kommenden Saison aufzurücken, ist aus der Distanz schwer zu beurteilen. Der talentierte finnische Verteidiger Joel Mero hat wegen vieler langwieriger Verletzungen den Anschluss wohl verloren, der einst ebenfalls hoch gehandelte Kevin Holzweiler scheint den Weg aus der U23 zum Zweitligisten FSV Frankfurt einzuschlagen. In Marvin Schulz ist zudem noch ein Jungspieler im Dunstkreis der Profis, auch wenn er nach dem verpatzten Saisonstart zunehmend aus dem Sichtfeld der ersten Mannschaft verschwand.
Im Interview mit der Rheinischen Post nannte Max Eberl dieser Tage aus dem Nachwuchs speziell Torwart Moritz Nicolas und Tsiy William Ndenge als die, die als nächstes den Sprung nach oben schaffen könnten. Ich rechne darüber hinaus aber vor allem damit, dass Bu-Muaka Simakala, Joshua Holtby und Djibril Sow näher an den Erstligakader heranrücken werden. Zu erwarten, dass sie sofort einschlagen, wäre aber unfair. Auch Mo Dahoud hat einen langen Atem gebraucht, bis er sich freischwimmen durfte und konnte.

Unter dem Radar der meisten dürfte zu Jahresbeginn der Transfer von Julio Villalba, eines 17-jährigen Stürmers aus Paraguay, gelaufen sein. Er wird wohl im Januar 2017 (wenn er volljährig ist) zur U19 stoßen. Kurzfristig also noch keiner für den Erstliga-Kader, aber mittelfristig wohl schon, sonst würde man ihn nicht so früh verpflichten. 

Spieler von diesjährigen Abstiegskandidaten
Wenn eine Mannschaft absteigt, werden oft Spieler verfügbar, die noch langfristige Verträge haben und/oder sonst nicht wechseln würden. Deshalb lohnt es sich schon jetzt, mal auf mögliche Kandidaten zu schauen. Klar ist aber auch: Denkbar sind die meisten dieser Spieler für Borussia ausschließlich bei einem Abstieg des bisherigen Vereins. Und ob die Spieler charakterlich zum VfL passen, kann ich auch nicht beurteilen. Bei den Vorschlägen greife ich natürlich auch Gerüchte und Quellen auf, die im Zusammenhang mit Borussia auf transfermarkt.de diskutiert werden, auch wenn manches dort nicht wirklich ernstzunehmen ist. 

Salif Sané vom fast sicheren Absteiger Hannover 96, defensives Mittelfeld/Innenverteidigung) wäre sicher ein geeigneter Kandidat für die Sechserposition, allerdings wird er ohne Ausstiegsklausel recht teuer, es gibt wohl mehrere Vereine, die sich um ihn bemühen; und anders als Lars Stindl letzte Saison ist Sané den Beweis bisher schuldig geblieben, dass er bei Hannovers Überlebenskampf vorneweg gehen kann und möchte. Von der Spielweise und seinem Können her wäre er aus meiner Sicht aber auf jeden Fall eine Verstärkung. Weitere denkbare Kandidaten bei 96 für die Hrgota-Position: Der Norweger Iver Fossum (19, offensives Mittelfeld, hängende Spitze) oder der Franzose Allan Saint-Maximin (19, Sturm, bislang ausgeliehen von AS Monaco), beides Juniorennationalspieler ihrer Länder. Offensivspieler Marius Wolf (Linksaußen, 1,87 Meter groß), kam erst im Winter von 1860 München, spielte bei den Niedersachsen aber aus mir nicht bekannten Gründen bislang keine Rolle. Er wäre einer, der perfekt ins Gladbacher Beuteschema passen könnte.

TSG Hoffenheim: Nadiem Amiri (19, off. Mittelfeld/Außenstürmer, U21 Deutschland, Vertrag bis 2018), Jonathan Schmid (25, Linksaußen, Vertrag bis 2019)
FC Augsburg: Caiuby (27, Linksaußen/Sturm, Vertrag bis 2018), Jeong-Ho Hong (26, Innenverteidiger/def. Mittelfeld, Vertrag bis 2017)
Eintracht Frankfurt: Luc Castaignos (23, Sturm, Vertrag bis 2018), an ihm war Gladbach Gerüchten zufolge früher schon mal interessiert.
Werder Bremen: Johannes Eggestein (17, Sturm, U17-Nationalspieler, Vertrag bis 2016, die schon vermeldete Einigung mit Leverkusen wurde dementiert, aber hier wäre Borussia auch nur einer von vielen Bewerbern), Florian Grillitsch (20, zentrales Mittelfeld, U21-Nationalspieler Österreich, Vertrag bis 2017)
VfB Stuttgart: Daniel Ginczek (24, Mittelstürmer, Vertrag bis 2018), Filip Kostic (Linksaußen, Vertrag bis 2019), beide aber aufgrund zu erwartender zahlungskräftigerer Konkurrenz auch im Abstiegsfall wenig wahrscheinlich
Darmstadt 98: -.

Von anderen Bundesligisten
Julian Baumgartlinger (defensives Mittelfeld, 28), Jairo Samperio (Linksaußen, 22) von Mainz 05, allerdings haben beide langfristige Verträge (2019), aus denen sie gegebenenfalls herausgekauft werden müssten. Oder der Ex-Borusse Roman Neustädter (28, def. Mittelfeld/Innenverteidiger), dessen Vertrag am Saisonende ausläuft.
Hamburger SV: Michael Gregoritsch (21, Rechtsaußen/Sturm, U21 Österreich, Vertrag bis 2019)
FC Ingolstadt: Pascal Groß (24, zentrales Mittelfeld, Vertrag bis 2017), Max Christiansen (zentrales Mittelfeld, U21-Nationalspieler, Vertrag bis 2018)


Opfer des englischen Transferwahnsinns
Wenn es so kommt wie prognostiziert, wird es vor allem in der Premier League einen regen Kaderaustausch geben. Das produziert naturgemäß auch viele Verlierer, die Platz machen müssen für die neuesten Erwerbungen der englischen Klubs. Es ist zugegeben Fischen im Trüben, und hier den Spieler zu nennen, der tatsächlich für Borussia in Frage käme, wäre der Fund der berühmten Nadel im Heuhaufen. Deshalb beschränke ich mich auf wenige Beispiele, die die richtige Richtung zeigen könnten. Da englische Kicker die Bundesliga erfahrungsgemäß scheuen wie der Teufel das Weihwasser, schließe ich diese für Borussia schon mal rigoros aus. Es geht mir vornehmlich um ausländische Spieler, die im deutschen Fußball genauso gut zurecht kämen wie in England, aber den VfL dennoch sofort verstärken könnten.
Und es geht um Spieler der Marke Hazard und Christensen, die von den großen Klubs als Jugendliche in rauhen Mengen verpflichtet werden und denen nun durch den Fernsehgeld-Regen weitere neue, teure Stars vor die Nase gesetzt werden. Zumindest die Möglichkeiten für Ausleihen (mit Kaufoption) sollten sich gerade in diesem Sommer noch verbessern, wobei Gladbach sich als guter Ausleihpartner ja in England schon einen sehr guten Ruf erarbeitet haben sollte.
Als Beispiel für letzteren Spielertyp nenne ich Charly Musonda Jr. (off. Mittelfeld, Außenstürmer, von Chelsea derzeit an Betis Sevilla ausgeliehen, Sambia/Belgien, U21 Belgien) und seinen Bruder Tika Musonda (22, def. Mittelfeld, Chelsea U21,). Beide stammen aus der Schule des RSC Anderlecht.
Für die (Nachwuchs-)stürmer-Kaderstelle wäre beispielsweise Bersant Celina (Manchester City U21) ein möglicher interessanter Spieler. Der 19-jährige Norweger (off. Mittelfeld, Linksaußen, Mittelstürmer) hat bereits in der Premier League debütiert, sein Vertrag läuft aber 2017 aus. Der einst als deutsches Wunderkind gehandelte Serge Gnabry (21, Sturm, FC Arsenal, Vertrag bis 2017) konnte sich in London bisher nicht nachhaltig durchsetzen und wäre so für den deutschen Markt nicht unerschwinglich. Auch an den belgischen Nationalstürmer Adnan Januzaj (Manchester United) könnte man denken, der sich bei seiner Leihe zu Borussia Dortmund (zurück im Januar) zwar nicht durchsetzen konnte, aber anfangs durchaus gute Ansätze zeigte. 
Ein Name, der im Zusammenhang mit einer frühzeitigen Rückholaktion von Andreas Christensen seitens des FC Chelsea genannt wurde, könnte möglicherweise auch als weiterer Leihspieler Sinn ergeben: Nathan Aké, niederländischer U21-Nationalspieler, von Chelsea derzeit nach Watford verliehen, kann in der Abwehr innen und links sowie im defensiven Mittelfeld spielen. Er hätte das Zeug, sofort weiterzuhelfen. Wenn man berücksichtigt, dass auch Christensen und Elvedi die Sechserposition spielen könnten, könnte das Nordtveit-Xhaka-Erbe auf diese Weise möglicherweise im Kollektiv angetreten werden - aber dann nur auf Zeit, bis die Leihe vorbei ist. Und Strobl will schließlich auch noch irgendwo seinen Platz finden. Ein interessanter Spieler wäre Aké aber allemal.


Zu den gestandenen (National-)Spielern, die trotz laufender Verträge möglicherweise aus den Premier-League-Kadern verdrängt werden könnten, kann ich keine seriösen Beispiele geben, da ich die Liga dafür nicht genug verfolge. Wenn man dort fündig werden will, müsste es ein Spieler sein, der ein geringeres Gehalt in Kauf nehmen würde. Das könnte für ehemalige Bundesligaspieler gelten, die wissen, was sie hier erwartet. Oder ein Spieler verspricht sich hierzulande mehr Einsatzzeiten, um etwa der Nationalmannschaftskarriere zu Schwung zu verhelfen: Gylfi Sigurdsson (26, Island, Mittelfeld, Swansea, früher Hoffenheim), Joshua King (24, Norwegen, Sturm, Bournemouth, war schon mal an Borussia ausgeliehen, aber da leider nur verletzt), Almen Abdi (29, off. Mittelfeld, Schweiz, Watford) oder Philipp Wollscheid (27, Innenverteidiger, Stoke City, früher Nürnberg, Mainz, Leverkusen) könnten vielleicht solche Spieler sein.

Zweitliga-Juwelen
Dass Max Eberl und das Scouting-Team auch in der Zweiten Liga Spieler finden, die sofort weiterhelfen, wissen wir spätestens seit Marco Reus und Christoph Kramer. Wenn man weiß, dass Borussia auch sehr früh, aber bisher vergeblich an Leon Goretzka, Alessandro Schöpf (jetzt Schalke) oder Pascal Groß (jetzt Ingolstadt) dran waren, ist es doch klar, dass man auch diesmal einen Blick ins Unterhaus wagen sollte.
Relativ konkret gehandelt wurde vor einigen Wochen Patrick Erras vom 1. FC Nürnberg (def. Mittelfeld/Innenverteidigung), er fällt wegen Kreuzbandriss aber nun erstmal langfristig aus. Unklar, ob Gladbach da dran bleibt. Auch der Name des Bochumers Thomas Eisfeld (23, Mittelfeld) geisterte ja schon öfter mal um den Borussia Park.
Weitere Kandidaten, die ich für geeignet hielte: Vincenzo Grifo (22, SC Freiburg, Linksaußen), Maximilian Philipp (22, SC Freiburg, Sturm), Joel Pohjanpalo (21, Sturm, Finnland, Düsseldorf/ausgeliehen von Leverkusen und schon vor vier Jahren im Visier der Borussia-Scouts), Marco Terrazzino (24, Linksaußen, Bochum), Robert Leipertz (23, FC Heidenheim, off. Mittelfeld, Rechtsaußen), Kevin Möhwald (23, Nürnberg, zentrales Mittelfeld). Ich gebe zu, klingt keiner wie der neue Reus, aber den kannte von uns Fans damals ja auch keiner, bevor er von Max Eberl vorgestellt wurde.

Weitere Kandidaten international
Ich kann leider nicht alle europäischen Ligen nach interessanten Spielern abgrasen, deshalb habe ich mich vorwiegend auf Deutschland, England und auszugsweise angrenzende kleine Ligen wie Holland oder Belgien beschränkt. 
Im Winter war Florian Kainz ein Thema (21, Linksaußen von Rapid Wien), ein Transfer scheiterte aber, daraufhin wurde bekanntlich Hofmann verpflichtet. Möglich, aber nicht unbedingt wahrscheinlich, dass ein neuer Vorstoß gewagt wird (Vertrag bis 2017). Immerhin wäre er auf der nicht allzu üppig besetzten linken Angriffsseite eine Alternative.
Auch der im Wintertrainingslager getestete Kristian Pedersen (Linksverteidiger aus Dänemark, Vertrag bis 2017) wäre eine Option, wobei als erster Wendt-Backup wohl eher ein fitter Nico Schulz oder Alvaro Dominguez gelten müsste. Ob Pedersen sofort hilft, ist fraglich und in der eigenen Jugend sollte auf absehbare Zeit auch ein geeigneter Kandidat nachrücken können.
Laut neuesten Gerüchten soll Borussia (wie viele andere auch) am 18-Jährigen in Dänemark geborenen und aufgewachsenen (türkischen) U21-Nationalspieler Emre Mor interessiert sein, der in der ersten dänischen Liga unter dem ehemaligen Maqinzer Trainer Kasper Hjulmand seine ersten Schritte macht. Die Youtube-Videos zeigen einen schnellen, kombinationssicheren, dribbelstarken, aber kleinen Mittelstürmer (1,68 m), der einen ziemlich guten Abschluss hat. Er gilt in Türkei und Dänemark wohl als Jahrhunderttalent, aber ob er sich in einer großen Liga durchsetzen kann, muss er erst zeigen. Dennoch würde gerade als Nachfolger von Hrgota dieser Transfer Sinn ergeben.
Umworben ist auch der zentrale Mittelfeldspieler Tonny Vilhena (21, U21 Niederlande, U17-Europameister), dessen Vertrag bei Feyenoord Rotterdam im Sommer ausläuft. Als Linksfuß mit hervorragendem Passspiel (auch in die Tiefe) und Zug zum Tor würde er zum Beispiel gut ins Gladbacher Anforderungsprofil passen. Noch eher zur Baustelle defensives Mittelfeld passte der junge belgische Nationalspieler Leander Dendoncker (20, 1,88 m, Stammspieler beim RSC Anderlecht). Er ist allerdings bis 2020 an den belgischen Club gebunden. Sein deutlich bekannterer Teamkamerad Youri Tielemans wird für Gladbach inzwischen schon einen Tick zu begehrt sein, zudem ist der Mittelfeldspieler deutlich offensiver ausgerichtet als zum Beispiel Xhaka.

Und dann wären da noch zum Abschluss die beiden Supertalente, die Borussia einen Korb gaben und lieber mit langfristigen Verträgen zu Real Madrid (Martin Ödegaard) und Manchester City (Enes Ünal) wechselten. Der Norweger spielt - immer noch erst 17 Jahre alt - bisher nur in der B-Mannschaft von Real, der junge Türke wurde erst zum KRC Genk, jetzt in die zweite holländische Liga zu NAC Breda verliehen. Weiter bringt das die Spieler wohl beide nicht, aber ob Borussia da jetzt noch mal einen Ausleih-Versuch wagt? Wir wissen immerhin, dass Gladbach Spieler lange beobachtet, und auch dann nicht aus den Augen verliert, wenn man sie beim ersten Versuch nicht bekommen konnte.

So, das war jetzt viel Stoff, und viel Stoff zum Diskutieren. Ich hoffe auf Nachsicht, weil ich doch ziemlich spekuliert habe, was eigentlich nicht der Stil meiner Seite ist. Ich denke auch nicht, dass ich das nochmal in dieser Form mache, weil es doch sehr aufwändig ist, mit vielen unbekannten Faktoren als Handicap durch den nationalen und internationalen Spielermarkt zu pflügen. Aber wie heißt es so schön: Namen sind Nachrichten, und Gesprächsstoff bieten diese vielen Zeilen in jedem Fall. Ich hoffe, Ihr habt Spaß dabei.

*Nicht unterschlagen will ich natürlich, dass mir beim Schreiben dieses Textes mein Sohn bei der Einschätzung einiger Spieler (vor allem aus der englischen Liga) mit guten Argumenten zur Seite stand. Danke, Finn!